Auch die Miliz setzt die Tradition der Bürgersoldaten
fort, die ihre Wurzeln bereits im 13. Jahrhundert hat, als die Zünfte die Träger der Stadtverteidigung waren.
Diese Verpflichtung hatte sich bis ins 18. Jahrhundert fortgesetzt und endete erst mit der totalen militärischen
Demontage der Stadt 1744/45. Es war ein herber Schlag für das Villinger Bürgeraufgebot, das Stolz auf seine Waffenkenntnisse und deren handwerkliche, wie militärische Umsetzung war. Plötzlich hatte man seine wichtigste Aufgabe verloren. Lediglich die Verpflichtung, die Innere Sicherheit aufrecht zu erhalten, war geblieben. |
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So ist es nicht verwunderlich,
dass in dieser prunkliebenden, barocken Zeit die Repräsentation der Stadt bei besonderen festlichen Anlässen
in den Vordergrund rückte. Doch bereits 1818 wurde, gegen den Willen der altbürgerlichen Offiziere und Unteroffiziere,
das Bürgerkorps aufgehoben und der Wach- und Streifendienst dem neu gegründeten Bürgermilitär
übertragen. |
1928 erinnerte man sich wieder dieser
alten Garde und gründete, auf Initiative von Wilhelm Beck, die Bürgermiliz, deren Hauptmann er bis zu seinem
Tode war. Er hielt diese Abteilung während des Krieges zusammen und hatte wesentlichen Anteil an der Ausweitung und
dem weiteren Aufbau der Miliz die nach wie vor bei vielen Bürgerwehr- und Trachtentreffen präsent ist. |