Radhauben Männertracht Frauentracht
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Sucht man nach frühen Zeugnissen der Villinger Tracht, stößt man auf Portraitgemälde, die sich im Villinger Museum, aber auch im Privatbesitz befinden. An diesen Portraits kann man die Vielfalt, die Entwicklung, sowie die reiche Ausstattung der Tracht erkennen und spürt - wie auch an den frühen Fotos- den hohen Stellenwert, den diese Tracht damals hatte.
 
Sie stammt aus der Zeit, als Villingen dem Hause Habsburg unterstand und über Jahrhunderte (1326-1803) zu den vorder- östereichischen Landen gehörte. Dies ist im Besonderen an den Radhauben zu erkennen, die ebenfalls in den Städten Radolfzell, Überlingen, Meersburg, Konstanz und anderen mehr, noch heute getragen werden.
In früheren Zeiten war das Tragen der Tracht an Sonn- und Feiertagen, Festtagen und bei besonderen Anlässen und Empfängen von Persönlichkeiten üblich. Etwa ab 1850 wurde die Tracht der Altvillingerin nicht mehr getragen, und verschwand in den Truhen der Bürger. Nur bei ganz außerordentlichen Anlässen, wie der 900-Jahr-Feier der Stadt (1899) und der Gewerbe- und Industrieausstellung (1907) besann man sich auf sie.
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Heute wird die Tracht bei Treffen im In- und Ausland, bei Empfängen und Festlichkeiten, sowie an den Fasnachtstagen getragen. Seit der Gründung war der Trachtenverein bei vielen Trachten- und Bürgerwehrtreffen dabei. Im Jahr 1949 fand die Gruppe unter dem Vorsitz von Franz Kornwachs wieder zusammen und setzte diese Tradition fort.