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Die Radhaube, die zur Tracht der Altvillingerin getragen wird, ist meist in Goldspitze gehalten, in Hohlspitzentechnik, geklöppelt oder mit fertiger Goldborte (sowohl handgearbeitete wie auch maschinell gefertigte) bestückt. Auf ihr sind verschiedenartige Ornamente zu sehen, zum Beispiel das „Pfauenmuster“, ein barockes, stilisiertes Blumenmotiv, und andere mehr, jedoch keine Wappen oder Insignien.
  die sogenannte 'Spinnenhaube' 
eine historische Villinger Radhaube
Das Haubenbödele ist dem Stil der Haube entsprechend bestückt und ziert die sie nach hinten ab. Die Techniken sind hier so vielfältig, wie es der Einfallsreichtum der Haubenmacherinnen zulässt. Eine weiße Seidenschleife, mit zwei langen Bädern, ist am Haarboden befestigt und verleiht der Haube ein schönes Aussehen. Weiße, gefältelte Spitzen zieren die Goldhaube ab und umrahmen das Gesicht der Trägerin.
Die Radhaube sitzt so auf dem Kopf, dass das Rad schräg nach oben schaut. Im Gegensatz zur Bodenseehaube ist die Villinger Haube flacher abgewinkelt. Die Haare der Trägerin werden zu einem Knoten, dem sogenannten „Dutt“ gesteckt, der den guten Sitz der Radhaube gewährleistet. Ein künstlicher Dutt erfüllt bei modernen Kurzhaar- Frisuren ebenfalls diesen Zweck.
Die Goldhaube ist die sogenannte „Patrizierhaube“ - sie wird vorwiegend getragen. Nur vereinzelt sind auch noch einige wenige silberne Radhauben in Villingen erhalten. Die etwas bescheidenere, aus Chenille gefertigte schwarze Radhaube deutete früher auf den Stand der Bürgerin. Sie wird, wenn auch seltener, ebenfalls heute noch getragen.
reich bestickter Boden einer 
historischen Villinger Chenillehaube
Bei den klassischen schwarzen Hauben wurde die Chenille nur zu engen Rauten gelegt und fixiert, bevor sie auf das Rad aufgezogen wurde. Eine sehenswerte Besonderheit sind hier die reich bestickten und dekorierten Böden und daß sie, statt von zweien, gleich von vier schwarzen Seidenbändern geschmückt und auch nicht von Spitzen umsäumt ist.
In den Anfangsjahren durften jedoch nur solche Villingerinnen Mitglied der Trachtengruppe werden, deren Haare lang genug waren um daraus einen Zopf zu flechten und einen „echten Dutt“ zu stecken.