Depesche Nr. 6 / Jahrgang 2017
Depesche Bürgerwehr und Trachtengruppe Villingen 7 Ausgabe Nr. 6, Jahrgang 2017 krönte ein farbenfrohes Feuer werk und am Sonntagmorgen beschloss ein Festumzug durch die Stadt den Aufenthalt und die Präsentationen der Villinger in Rueil-Malmaison. Auf der Heimreise bekamen die Ausflügler noch ein Zusatzpro gramm in Form einer Stadt rundfahrt durch die Hauptstadt Paris geboten. Der Friede von Tilsit Preußen hatte sich seit dem 1795 mit Frankreich geschlos- senen Sonderfrieden von Basel aus allen späteren Koalitionen der europäischen Mächte gegen den neuen Machthaber in Par i s herausgehalten. Bei der auf na poleonische Vorstellungen Rück sicht nehmenden Neuordnung des Deutschen Reiches 1803 zählte der preußische Staat mit beträchtlichem Gebietszuwachs zu den Hauptgewinnern. Um jedoch der drohenden Abhängig keit von Napoleon etwas entge gensetzen zu können, schloss Preußen eine Koalition mit Russland und Sachsen. Die preußische Regierung fühlte sich bald stark genug, von Napole on den Rückzug seiner Trup pen rechts des Rheins und die Auflösung des Rheinbundes zu fordern. Ein Ultimatum sollte diese Forderungen bekräftigen; es begann jedoch eine militä rische Konfrontation (Vierter Koalitionskrieg). In der Doppel schlacht von Jena und Auerstedt am 14. Oktober 1806 wurden die preußischen Heere vernich tend geschlagen. Bereits am 27. Oktober zog Napoleon an der Spitze seiner Truppen in Berlin ein. Den Vormarsch der Franzo sen bis nach Ostpreußen ver mochten auch die den Preußen zu Hilfe eilenden russischen Armeen nicht aufzuhalten. Der Sieg Napoleons bei Friedland am 14. Juni 1807 beendete die Kampfhandlungen. Die beiden mächtigsten Monarchen des Kontinents, Zar Alexander I. von Russland und der Kaiser der Franzosen, nahmen nun eine Teilung der Welt nach ihren Inte ressen vor. Das Ergebnis waren die Friedensverträge von Tilsit, am 7. Juli zwischen Frankreich und Russland, am 9. Juli zwischen Frank reich und Preußen. Der Zar konnte die von Napoleon geplante völlige Auslöschung des preußischen Staates verhindern, Preußen musste aber alle Besitzungen westlich der Elbe abtreten, die größtenteils zum Königreich Westfalen zusammengefasst und dem Bruder Napoleons, Jérôme, übertragen wurden. Preußen musste ferner die in den Polnischen Teilungen erworbenen Gebiete heraus geben, die als Großherzogtum Warschau in Personalunion mit dem Königreich Sachsen vereint wurden. Das übrige Preußen blieb weiterhin von der französi schen Armee besetzt. Napoleon und Alexander vereinbarten eine enge Zusammenarbeit. Der Zar erklärte seine Bereitschaft, am Wirtschaftskrieg gegen Großbri tannien teilzunehmen und die Kontinentalsperre auch an sei nen Küsten durchzuführen. Sein Plan, mit einer Aufteilung der Türkei Zugang zum Bosporus zu erhalten, war für Napoleon nicht akzeptabel.
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