Depesche Nr. 7 / Jahrgang 2018
Depesche Bürgerwehr und Trachtengruppe Villingen 11 Ausgabe Nr. 7, Jahrgang 2018 Das neue Projekt von Sebastian Wehrle: Mannsbi lder Interview: Ingrid Beck Sebastian Wehrle - geboren im Schwarzwald - lebt und ar- beitet in Freiamt (bei Freiburg i.Br.) als Fotograf. Zunächst erlernte er einen klassischen Handwerksberuf: Kachelofenbaumeister. Früh, als 10-jähriger, entwickelte er seine Leidenschaft für die Fotografie, die durch das Ge- schenk seiner Gotti, die erste Kamera, entfacht wurde. Trotz seiner Liebe zur Heimat zieht es ihn immer wieder in die Ferne. Nach einer größe- ren Reise mit dem Fahrrad von Los Angeles nach Peru und einer kleineren Runde in Asien widmet er sich zwi- schenzeitlich ausschließlich der Fotografie. Wir freuen uns sehr, dass du dir Zeit genommen hast für ein Gespräch. Du bist gerade erst von einer Reise nach Thai- land zurückgekommen, bei der sicherlich viele wunderbare Fotos entstanden sind. Und nun bist du schon wieder in den Vorbereitungen für deine nächsten Ausstellungen und Projekte. Daher zunächst die Frage: Was treibt dich als Fotograf an? Sebastian Wehrle: Einerseits ist es die Begeisterung für Fotografie an sich, ich liebe es zu fotografieren, wann immer es möglich ist. Andererseits bin ich ein enorm begeiste- rungsfähiger Mensch, ich lerne gerne. Das bedeutet auch, dass für mich Probleme immer eine Einladung bedeuten, mich zu verbessern. Die freudige Erfahrung, Glück beim Schaf- fen und Schöpfen zu spüren, schwierige Herausforderungen zu meistern oder anderen eine Freude zu machen, sind maß- geblich beteiligt. Du bist viel unterwegs in der Natur oder auf Reisen. Wo bzw. wie findest du deine Motive? Sebastian Wehrle: Meine Motive gilt es immer aktiv zu suchen - auch wenn man manchmal passiv an einen be- sonderen Moment rankommt, man muss ständig seinen „Fo- tomodus“ im Kopf angeschal- tet haben. Es hilft natürlich enorm, immer eine Kamera dabei zu haben, der Moment kann jederzeit kommen. Trotz- dem nutze ich Fotografie als Meditation, denn, wenn ich durch den Schwarzwald wan- dere, kann ich die Momente noch tiefer und intensiver wahrnehmen, wenn ich foto- grafiere. Wann/wie entstand die Idee, "Schwarzwald-Mädels" zu fotografieren? Sebastian Wehrle: Die Ideen zu den Trachtenportraits entstand während einer besonderen Phase. Es war die Zeit vor und nach meiner großen Reise. Einerseits haben mich Bücher und Gespräche bei Freunden und Bekannten angeregt, andererseits die lange Reise durch Mexiko, Mittelamerika und Asien. Länder in denen die traditionelle Tracht noch einen hohen Stellenwert und Platz im alltäglichen Leben hat. Die Idee an und für sich - wenn man davon ausgeht, dass sie im Kern Moderne und Tradition verbindet- ist alt und wird seit Menschengedenken immer wieder gedacht. Das exakte Konzept des Stils, für Panama City. Bild: Sebastian Wehrle
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