Depesche Nr. 10 / Jahrgang 2022
Depesche Bürgerwehr und Trachtengruppe Villingen 13 Ausgabe Nr. 10, Jahrgang 2022 Nachdem alle Töchter, Schwie- gertöchter und Enkelinnen „unter die Haube gebracht sind“ hat sie in über 400 Stun- den eine goldene Radhaube für den Verein geklöppelt. „Es hat mir sehr viel Spaß ge- macht, wieder ein neues Mus- ter auszuprobieren“, freut sie sich bei der Übergabe an den Vereinsvorsitzenden Karl- Heinz Schwert. „….. Oder wäre was zu flicken, abzuschneiden, anzustücken, oder gar ein Knopf der Hose abgerissen oder lose. – Wie und wo und was es sei, hinten, vorne, einerlei alles macht der Meister Böck, denn das ist sein Lebenszweck.“ Frei nach diesem Motto von Wilhelm Busch ist Ingrid Wöhrle Anlaufstelle für die Vereinsmitglieder, wenn es bei Trachten oder Uniformen Ausbesserungs- oder Ergän- zungsarbeiten gibt. So hat sie beispielsweise die sogenann- ten „Schmisettle“ (Jabots) für die Miliz überarbeitet und er- setzt. „Es wird immer schwieri- ger, die passenden Materialien zu finden“, erläutert sie. „Wir müssen teilweise recht lange suchen, bis wir adäquate Stof- fe finden“. Unterstützt wird sie bei diesen Arbeiten durch Gisela Hermle und Ingrid Beck. Derzeit wer- den die Gardelitzen hergestellt, welche dann den Kragen der neuen Uniformen für die In- fanterie schmücken. „Eine sehr langwierige Arbeit“, finden die Frauen, „bei der es auf absolu- te Akkuratesse ankommt.“ Aber auch für das Nähen von Trachten, Schürzen, Tüchern fungiert Ingrid Wöhrle als An- sprechpartnerin. „Im Moment nähe ich grad eine komplette Tracht für den Verein, die dann zum „reinschnuppern“ ausge- liehen werden kann“, erläutert sie. „Es hat sich auch bereits eine Interessentin angemeldet, so dass die Tracht bald zum Einsatz kommen kann“. Ebenfalls im Bereich der Villin- ger Frauentracht betätigt sich Brigitte Baier. Seit mehreren Jahrzehnten näht sie leiden- schaftlich gern – und hat so auch für sich und ihre Fami- lie schon einige Trachten ge- schaffen. Momentan sitzt sie vor einem großen Brett, auf welches ein Trachtentuch aufgespannt ist. Mit einer Häkelnadel zieht sie vorsichtig Seidenfäden am Rand entlang ein und ver- knüpft sie in mehreren Reihen zu Fransen, die das Tuch zie- ren. „Dies ist eine absolut me- ditative Arbeit“, freut sie sich, Ingrid Beck und Gisela Hermle Bild: Ingrid Wöhrle Ingrid Wöhrle Bild: Ingrid Beck Brigitte Baier Bild: Ingrid Beck
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