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Ehrung für treue Truppe

Von Südkurier |

Norbert Eigeldinger (von links) wird für 30-jährige Zugehörigkeit zur Historischen Bürgerwehr und Trachtengruppe vom Kommandant Hans-Joachim Böhm geehrt, ebenso Lambert Hermle und Gerd Laun für 50 Jahre.

Villingen-Schwenningen - Die Historische Bürgerwehr hält ihr traditionelles Käsvesper ab. Drei Mitglieder sind bereits seit 30 beziehungsweise 50 Jahre dabei.

Ein prachtvoller Anblick: Die militärischen Abteilungen der Historischen Bürgerwehr sind zum traditionellen Käsvesper im Saal des Alten Rathauses zusammen kommen. Kavallerie, Miliz und Infanterie pflegen diese Zeremonie regelmäßig am ersten Freitag im Dezember. Dabei wird der Bürgerwehr nicht nur das Schützengeld, früher waren es 30 Gulden, vom Stadtoberhaupt überreicht, die Stadt lädt auch zum Käs-, Brot- und Weinvesper in dem Saal ein, der zu diesem historischen Anlass bestens geeignet ist.

Landeskommandant Major Hans-Joachim Böhm Von der Historischen Bürgerwehr und dem Landesverband ehrte er Norbert Eigeldinger, der 30 Jahre dem Bürgerwehr angehört. Lambert Hermle und Gerd Laun wurden für 50 Jahre geehrt, sie waren in der Infanterie, der Miliz und unter anderem der Tanzgruppe dabei und sind nicht von der Historischen Bürgerwehr und der Trachtengruppe wegzudenken.

Hans-Joachim Böhm freute sich besonders, dass er drei Gäste der Historischen Bürgerwehr Ettlingen zu diesem Anlass begrüßen konnte. Böhm blickte auf die Geschichte der hiesigen Bürgerwehr zurück. Er erinnerte daran, dass am 2. Juni 1812 erstmals die 30 Gulden und eine halbe Maß Wein aus der Stadtkasse zur Anschaffung des Pulvers und der Instandhaltung der Waffen und Uniformen an die Bürgerwehr überreicht wurden.

Währenddessen erschien, leicht verspätet, Oberbürgermeister Rupert Kubon. Von Böhm wurde er in Erwartung des Geldsäckels mit den Worten empfangen: „Also Herr Oberbürgermeister, jetzt wäre es soweit mit den 30 Gulden.“ Nun, Gulden seien es ja nicht, höchstens ein paar Euro, schob Böhm nach. Kubon parierte schlagfertig, dass die Stadt erstens nichts für die Aufbewahrung des Geldes verlange und zweitens spendiere die Stadt ja auch noch den Käse – sozusagen um die Inflation aufzufangen. Bevor der Käse und der Wein genossen werden konnten, nahm Böhm die umfangreichen Ehrungen vor. „Denn was wäre ein Verein ohne seine Mitglieder“, sagte er.

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