Unvergessliche Eindrücke sammelten die Mitglieder der Historischen Bürgerwehr und Trachtengruppe sowie der Stadt- und Bürgerwehrmusik Villingen bei ihrem „Völkerschlacht-Wochenende“ in Leipzig. Bei einem Pressegespräch zogen die Verantwortlichen eine euphorische Bilanz.
Sekundiert von einer Delegation der Feuerwehr, die als Fackelträger im Einsatz war, avancierten die beiden Vereine mit der zweimaligen Darbietung eines Großen Zapfenstreichs quasi im Vorbeimarschieren zu richtiggehenden Werbeträgern ihrer Heimatstadt. Darauf lässt zumindest die Resonanz schließen, die die beiden historischen Gruppierungen auf ihre Auftritte in Leipzig erhalten haben. „Glücklich die Stadt, die eine solche Bürgerwehr und Stadtmusik als Botschafter auftreten lassen kann“, betonte etwa Stephan Seeger von der Leipziger Medienstiftung, die den Auftritt der beiden Villinger wehrhistorischen Gruppen arrangiert hatte, in einem Dankschreiben.
„Das Völkerschlacht-Wochenende in Leipzig war ein einmaliges Erlebnis für alle Mitwirkenden. Ein echter Höhepunkt für Bürgerwehr und Stadtmusik. Davon werden wir alle sicher noch sehr lange zehren“, gaben Bürgerwehr-Vorsitzender Hans-Joachim Böhm sowie Stadtmusik-Vorsitzender Bernd Schermann und Friedrich Bettecken, zweiter Vorsitzender der Stadtmusik, ihre Eindrücke wieder.
Ausgesprochen feierlich sei die Atmosphäre beim Großen Zapfenstreich am Samstagabend vor der historischen Villa Ida in Leipzig gewesen. Vor geladenem Publikum, darunter Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und insbesondere Nachfahren der großen Adelsfamilien, die vor 200 Jahren in führenden Positionen an der Völkerschlacht beteiligt waren, zelebrierten die Villinger den Großen Zapfenstreich unter der musikalischen Leitung von Stadtmusikdirektor Markus Färber„in Perfektion“, wie selbst hochrangige Militärs der Villinger Bürgerwehr und Stadtmusik bescheinigten. „Als wir am Sonntag Schlag 18.13 Uhr – zu diesem Zeitpunkt endete vor 200 Jahren die Völkerschlacht – zum Großen Zapfenstreich auf den Leipziger Marktplatz marschiert sind, gab es frenetischen Applaus von den rund 2500 Besuchern. Das kann man kaum in Worte fassen. Eine Stimmung wie im Fußballstadion, wenn die Heimmannschaft in Führung geht. Die Leute waren aus dem Häuschen, Gänsehaut-Feeling pur. Wir haben von allen Seiten nur Lob erhalten“, schwärmt Friedrich Bettecken von der Atmosphäre. 175 Mitwirkende, darunter 25 Feuerwehrleute und 70 Mitglieder der Bürgerwehr, umfasste die Villinger Delegation. Souverän hätten die Feuerwehrleute ihren Part als Fackelträger beim Zapfenstreich absolviert. Die Floriansjünger baue man sehr gerne jederzeit wieder mit ins Programm ein, betonte Hans-Joachim Böhm. Mit ihrem gelungenen Auftritt vor der international besetzten Kulisse des Völkerschlacht-Wochenendes haben, ist sich Böhm sicher, Bürgerwehr und Stadtmusik Geschichte geschrieben.

