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Stadtfest lässt Villingen vibrieren

Von Südkurier |

Gänsehaut bekommen viele Zuschauer bei dieser einmaligen Kulisse beim Großen Zapfenstreich im dicht gefüllten Spitalgarten. Die Stadt- und Bürgerwehr und die Historische Bürgerwehr, flankiert von Fackelträgern, inszenieren in perfekter Art und Weise dieses Zermemoniell.

VS-Villingen – Es hat einfach alles gepasst: Tausende Menschen haben am Wochenende mit der Stadt- und Bürgerwehrmusik und der Historischen Bürgerwehr ihr 200-jähriges Jubiläum gefeiert und die ganze Bandbreite der Blasmusik kennengelernt. Feierlicher Höhepunkt war am Samstagabend der beeindruckende Große Zapfenstreich bei Vollmond im Spitalgarten, der rund 3000 Besucher anlockte.

Ausgelassen und heiter dann der Festumzug mit 89 Kapellen, der am Sonntagnachmittag durch die Innenstadt zog. „Es waren deutlich mehr als 20 000 Zuschauer“, meint Friedrich Bettecken, 2. Vorsitzender der Stadtmusik nach Rücksprache mit der Polizei.

Nach Aussage der Organisatoren kam es zu keinerlei Ausschreitungen, das Fest der Feste wurde in ausgelassener Stimmung, aber absolut friedlich gefeiert. Schermann und Bettecken zogen ein überwaltigendes Resümee: „Wir sind noch völlig überwältigt von diesem Fest und den vielen postiven Eindrücken.“

Großartig die Leistung der beteiligten Vereine, die über drei Tage hinweg mit umzähligen Helfern die Innenstadt in eine Festmeile verwandelten und kulinarisch keine Wünsche offenließen. Die Mitglieder von FC 08, DJK, Turnverein, Hexenzunft, Glonkigilde, Narrozunft, Katzenmusik, Historischer Bürgerwehr und Stadtmusik haben wesentlichen Anteil am Gelingen dieses Ausnahme-Festes.

Es war beeindruckend zu sehen, welche Menschenmassen dieses Fest in die Stadt lockte: Beim Zapfenstreich platzte der Spitalgarten fast aus allen Nähten, dicht gedrängt standen die Besucher und wohnten einem beeindruckenden militärischen Zeremoniell bei, das die Stadt- und Bürgerwehrmusik und die Historische Bürgerwehr perfekt inszenierten. Der Kommandierende des Zapfenstreichs, Gerd Laun, gab die militärischen Kommandos, Stadtmusikdirektor Markus Färber dirigierte die Musiker. Als Solisten glänzen Matthias Hirt an der Pauke und die Trompeter Detlef Kammerer, Felix Faißt und Stefan Stebinger.

Während des Festumzugs am Sonntag war in der Stadt kein freier Platz zu ergattern, besonders begehrt waren bei Temperaturen um die 28 Grad die Schattenplätze: Überall klatschten die Zuschauer begeistert mit und belohnten die 89 Musikkapellen, Bürgerwehren und Trachtengruppen mit viel Beifall für ihren Auftritt. Der Umzug war eine Augenweide: Prächtige goldverzierte Uniformen, majestätische Kopfbedeckungen, stilvolle Trachten, blitzende Säbel und edle Pferde.

Selbst die Fußball-Fans kamen auf ihre Kosten: Der Umzug ging nahtlos in eine Fußball-Party über. Viele Vereine hatten Bildschirme aufgestellt, die Färberstraße wurde zur Fan-Meile und alle bejubelten den 4:1-Sieg der deutschen Mannschaft und feierten ausgelassen in der Innenstadt.

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