VS-Villingen (est) Mit Trauer und Bestürzung reagierten Freunde und Verwandte auf den plötzlichen Tod von Wilhelm Wildi. Der 68-Jährige war am Freitagabend auf dem Weg zum Stammtisch seiner geliebten Bürgerwehrmiliz im Schulhof des Gymnasium am Romäusring zusammengebrochen. Sämtliche Wiederbelebungsversuche kamen zu spät.
Wilhelm Wildi, jüngster Spross von Erbhof-Bauer August („Gustl“) Wildi, war im Villinger Städtle als geselliger Vereinsmensch weithin bekannt. 48 Jahre lang war er Mitglied in der Miliz der Stadt- und Bürgerwehr, seit 22 Jahren gehörte er als „Hauptmann“ zu den führenden Köpfen des historischen Vereins. Auch in der Tanzgruppe des Trachtenvereins war er aktiv. Ein weiteres Freizeitvergnügen war die Liebe zur Chormusik. Seit 1963 sang er als Tenor im Villinger Sängerkreis. 38 Jahre lang übernahm er darüber hinaus als zweiter Vorsitzender Verantwortung im Vereinsvorstand. Auch beim Eisenbahnergesangverein „Flügelrad“ sang er mit. Was viele nicht wissen: Er gehörte ganz zu Anfang zum Trio der legendären Villinger „Spittelsänger“ mit Schanko Ummenhofer und Bene Sauter.
Wilhelm Wildi war bei seinen Mitmenschen bekannt und beliebt als ausgesprochen geselliger Mensch, stets freundlich, gerne herzerfrischend lachend und Sprüche machend. Das Vereinsleben mit den Kameraden der Bürgerwehr-Miliz und dem Sängerkreis war sein Leben.
Mit vier Geschwistern auf den Villinger „Erbhöfen“ aufgewachsen, hat Wilhelm Wildi nach der Schule bei der Firma Ford-Kelle Kfz-Mechaniker gelernt. Sein weiteres Berufsleben verbrachte er in der Kfz- und Schlosserabteilung der Stadtwerke.
Der so urplötzlich aus dem Leben Gerissene hinterlässt eine Frau, zwei Töchter und eine Enkelin. Die Trauerfeier findet am Mittwoch, 4. Februar, auf dem Villinger Friedhof statt.

