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Villinger Pomp für den Markgrafen

Von Südkurier |

Über 200 Villinger begrüßen die Markgräfliche Reisegesellschaft auf dem Villinger Münsterplatz. Mit militärischen Ehren von Grenadiercorps und Bürgerwehr wurden der Markgraf und seine Frau Valerie Isabella auf dem Münsterplatz willkommen geheißen.

Ein Hauch von hochadeligem Glanz überzog gestern den Villinger Münsterplatz. Markgraf Max von Baden wurde von rund 200 Villinger Bürgern herzlich empfangen. Und der Spross des Hauses Baden ließ nicht lange auf sich warten. Eine Viertelstunde vor dem angekündigten Eintreffen des hohen Besuchs rauschte die prachtvolle schwarz-gelbe Kutsche auf dem Villinger Münsterplatz.

Im Geleit der Kavallerie wurde die markgräfliche Reisegesellschaft vom Grenadiercorps und der Bürgerwehr mit militärischen Ehren empfangen. Für die passende musikalische Aufwartung sorgte die Stadtharmonie. Das dreifache Hipp-Hipp-Hurra, angestimmt durch Grenadierhauptmann Wolfgang Kunle, ließ die Szenerie für einen kurzen Moment in die Zeit des 19. Jahrhunderts tauchen. Selbstredend, dass die versammelte Menge mit voller Kehle in das anschließend vorgetragene Badnerlied mit einstimmte.

Beim Empfang im Alten Rathaus hielt Stadtrat Wolfgang Berweck eine herzliche Begrüßungsrede. Er erinnerte daran, dass im Jahre 1806 die Villinger bevorzugt unter vorderösterreichischer Herrschaft verbleiben wollten, sich aber im Laufe der Jahre recht gut mit dem Hause Baden abfanden. Mit Blick auf das Haus Habsburg, zu dessen Linie die Gemahlin des Markgrafen gehört, erzählte Berweck unter breitem Gelächter der Anwesenden: „Nun haben wir also ein Mitglied von Habsburg und Baden in der Stadt und somit ein Teil von dem, was wir lieber geblieben wären und ein Teil, was wir heute sind“. Die beiden Gäste konnten daraufhin ein sonniges Lächeln nicht verbergen.

„Für ihren Empfang hat Villingen den ganzen Pomp aufgeboten, den es noch zu bieten hat“, schilderte Berweck schmunzelnd dem adeligen Besuch. Max von Baden und seine Frau selbst waren von der Aufwartung sichtlich beeindruckt. „Der große Empfang hat uns sehr gefallen“, verriet der Markgraf. Auch hatte er ein Geschenk für Oberbürgermeister Kubon dabei, das er Wolfgang Berweck übergab: Ein schmuckvolle Teller mit aufgemaltem badischen und habsburgerischen Wappen.

Heute geht die Kutschfahrt, die den Markgrafen von Salem bis zum Schloss Staufenberg führt, wieder weiter. Im straffen Zeitplan ist Hornberg als nächste Station vorgesehen. Doch zuvor macht das adelige Paar noch einen kurzen Abstecher nach Königsfeld.

Max von Baden

Maximilian Andreas Markgraf von Baden ist familiär bestens in deneuropäischen Hochadel eingebettet. Seine Mutter war die Schwester von Philip Mountbatten, Gemahl der britischen Königin Elisabeth II. Somit ist Max von Baden Cousin ersten Grades von Prinz Charles und seinen Geschwistern. Seine Frau Valerie Isabelle von Habsburg-Lothringen stammt aus dem ehemaligen österreichischen Kaiser- und und ungarischen Königshaus. (dba)

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