Die Historische Bürgerwehr und Trachtengruppe Villingen feierte am Wochenende ihr Waldfest „Am Walkebuck“. Trotz brütender Hitze wurde das Waldfest an beiden Tagen zum Riesenerfolg und Hans-Joachim Böhm, Vorsitzender, zeigte sich höchst zufrieden. Das Fest begann am Samstag um 15 Uhr und am späten Nachmittag gab es schon kaum noch freie Plätze, am Abend war dann jeder Platz besetzt.
„Ich bin sehr erstaunt über den großen Andrang“, erklärte Böhm gegenüber unserer Zeitung erfreut. Ab 15 Uhr machten Oskar und Uwe Musik, am Abend sorgten die Holzmichlmusikanten für Stimmung. Seit 20 Jahren werde das Waldfest am Walkebuck schon gefeiert, fuhr er fort. Die Historische Bürgerwehr, bestehend aus der Kavallerie, der Infanterie, der Miliz und der Trachtengruppe, zählt zurzeit 140 aktive und 140 passive Mitglieder. 60 Mitglieder waren schichtweise an beiden Tagen im Einsatz, schließlich gab es nicht nur Getränke für die Besucher, sondern auch ein kulinarisches Angebot, das die Gäste seit Jahren zu schätzen wissen.
Obwohl am Sonntagvormittag die Temperaturen schon in ungewohnte Höhe kletterten, fanden sich mehr und mehr Besucher zum Frühschoppen mit anschließendem Mittagessen ein. Viele Gäste flüchteten unter Sonnenschirme und schattige Bäume, während die Bedienungen unermüdlich ein waches Auge darauf hatten, dass niemand zu lange warten musste. Die Formation der Stadt- und Bürgerwehrmusik sollte ab 11 Uhr zum Frühschoppen aufspielen. Die Musikerinnen und Musiker nahmen auch pünktlich auf ihren Stühlen Platz, aber sie spielten nicht. „Ja, warum denn nicht“? fragten sich die Besucher und einige unkten bereits, die Musiker hätten vielleicht ihre Noten vergessen.
Mit dieser Vermutung hatten sie die höchste Punktzahl erreicht. Um 11.40 Uhr eilte Dirigent Markus Färber, den Arm voller Notenbücher, im Laufschritt zu den Musikern und verteilte die Noten, das gab Sonderapplaus.
Jetzt griffen die Musiker in die Tasten und die Stimmung wurde noch besser. Ein Kinderprogramm habe man nicht, aber Schaukel und Torwand stünden für Kinder bereit, erklärt Böhm.

