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„Wir sind die Bürgerwehr schlechthin“

Von Südkurier (Tatsiana Zelenjuk) |

Die Vorstandsmitglieder der Bürgerwehr mit Karl-Heinz Schwert (Dritter von links), Manfred Strohmaier (Zweiter von rechts) und Hans Richter (rechts) freuen sich, die treuen Mitglieder Ernst Reiser (links), Manfred Riegger (Zweiter von links) und Ingrid Emminger (Dritte von rechts) für ihr langjähriges Engagement für den Verein zu ehren. Bild: Tatsiana Zelenjuk

Villingen-Schwenningen – Gute Stimmung herrschte am Freitagabend bei der Jahreshauptversammlung der Historischen Bürgerwehr und Trachtengruppe in der Bürgerwehrstube am Romäusturm. Der Verein zeigte sich nicht nur finanziell bestens aufgestellt – deutlich wurde, dass auch die Atmosphäre und das Miteinander stimmen.

Gute Stimmung: Der Verein lebe nur dank treuer, engagierter Mitglieder, betonte erster Vorsitzender Karl-Heinz Schwert immer wieder. Sicher und humorvoll trat er nach seinem ersten Jahr in der neuen Position auf. Diese lockere Art übertrug sich auch auf die anderen Redner des Abends – es war eine launige, unterhaltsame Versammlung, bei der gleichwohl auch wichtige, ernste Themen zur Sprache kamen.

Spannender Rückblick: Von 265 Mitgliedern der Bürgerwehr und Trachtengruppe seien 127 aktiv und 138 passiv, berichtete Schriftführer Dietmar Engler. Er bot einen spannenden Rückblick auf das vergangene Jahr: Mit Bildern erinnerte Engler an das Brunnenschmücken der Narrozunft und den Neujahrsempfang des Oberbürgermeisters, an die Hohen Tage in Villingen und das Schlachtplattenessen, an die Fronleichnamsprozession, das Waldfest und das traditionelle Käsvesper. Die Bürgerwehrstube habe sich zu einem festen Bestandteil der Kneipenfasnacht entwickelt und werde von den Gruppen gerne besucht, unterstrich Engler. Viel sei man im letzten Jahr auch auf Trachtenfesten, Jubiläumsfeiern und Umzügen unterwegs gewesen. Ganz besonders hob Engler das rauschende Fest „9 am Münster“ hervor – mit einem beeindruckenden Zeitraffer-Video, das den Zuschauern viele Gänsehaut-Momente bereitete.

Kasse stimmt: Von einem sehr erfolgreichen Jahr sprach auch Kassierer Hans Richter, wobei man vor allem mit dem Waldfest und mit der Bewirtung in der Bürgerwehrstube gute Einnahmen erzielt habe. Kassenprüfer Ingrit Rothmund und Eduard Kulm bescheinigten ihm eine einwandfreie Buchführung.

Vertrauen in die Vorstände: Rolf Greitmann beantragte die Entlastung des Vorstands, die einstimmig gewährt wurde. „Wenn die Harmonie besteht, wenn es Spaß macht, dann sind alle Aufgaben zu bewältigen“, sagte Greitmann. Ebenso einstimmig wurden Manfred Strohmaier als zweiter Vorsitzender, Dietmar Engler als erster Schriftführer und Hans Richter als erster Kassierer wiedergewählt.

Den Verein weiterbringen: Hans-Joachim Böhm erzählte anschließend von seiner Tätigkeit als Landeskommandant. Aus den Gesprächen mit den Vertretern anderer Vereine weiß er: „Auf uns schauen alle. Wir sind die Bürgerwehr schlechthin.“ Am Ende der Versammlung bedankte sich Karl-Heinz Schwert bei den Mitgliedern: „Es war ein arbeitsreiches Jahr, aber mit eurer Hilfe – alles kein Problem. Unser gemeinsames Ziel ist es, den Verein weiterzubringen“.

Landestreffen im Blick: Er machte klar: Auch beim Landestreffen im Juli, bei diesem „riesigen Akt“, der jetzt bereits ein großes Thema ist, ist die Historische Bürgerwehr und Trachtengruppe auf die Unterstützung jedes Einzelnen angewiesen. OB-Stellvertreter Friedrich Bettecken zeigte sich zuversichtlich: „Mit Eurer Erfahrung wird es bestimmt ein großer Erfolg.“

Ehrungen und Wahlen

Bei der Jahreshauptversammlung der Historischen Bürgerwehr und Trachtengruppe am Freitagabend standen mehrere Ehrungen auf der Tagesordnung. Für 50 Jahre wurden Manfred Riegger und Siegfried Hupfer, für 40 Jahre Ingrid Emminger, für 25 Jahre Kirsten Link und Ernst Reiser geehrt.

Bei den Wahlen wurden Manfred Strohmaier als zweiter Vorsitzender, Dietmar Engler als erster Schriftführer und Hans Richter als erster Kassierer einstimmig wiedergewählt. (taz)

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