VS-Villingen. Der Sommer kehrte doch noch rechtzeitig zurück, damit das Sommerfest der Historischen Bürgerwehr und Trachtengruppe Villingen am Walkebuck zum Gelingen zu bringen.
Es war die zweite große Veranstaltung in kürzester Zeit nach dem Landestreffen der Badisch-Hessischen Bürgerwehren und Trachtengruppen, die es zu schultern galt. Es war ein Gewaltakt, die Mitglieder leisteten Unvorstellbares, erklärte der Vize-Vorsitzende Manfred Strohmaier, und die Leute seien immer noch mit Freude dabei, obwohl es Stress ist, freut er sich und ist stolz auf die Truppe. Hinzu kommt noch in vier Wochen die Fahrt aller Abteilungen und auch der Stadt- und Bürgerwehrmusik zur Jubilé Impérial in Rueil-Malmaison bei Paris mit Aufführung des Zapfenstreiches. Erst dann wird das Vereinsjahr bis zum traditionellen Käsversper Anfang Dezember ruhiger.
Das Festgelände am Walkebuck war an beiden Tagen bestens besucht. Die Leute kommen nicht nur wegen der Geselligkeit, sondern auch wegen des guten Essens. Da hätten zwischenzeitlich fast alle Ausrichter von Sommer- und Waldfesten ein ansprechendes Niveau erreicht, betont Strohmaier. Die Küche habe hart gearbeitet, dass alle zufrieden bedient werden konnten. Den zahlreichen Kuchenspendern dankte Strohmaier ebenfalls, "das sieht man vielfach gar nicht, sogar fremde Leute geben einen ab". Und wenn wirklich mal etwas nicht ganz so schnell gehe wie erwartet, müsse man an das Verständnis der Besucher appellieren bei dem Rummel, so Strohmaier.
Kaum gesagt, kamen schon seine Helfer, um ihn auf die zu Neige gehenden Vorräte aufmerksam zu machen, und er brach auf, um den Lagerbestand wieder zu füllen. Sommerfeste gibt es schon seit den 1950er-Jahren. Nicht nur am Walkebuck war der Festplatz, auch schon am Aussichtsturm oder beim alten DJK-Sportplatz an der Vöhrenbacherstraße, auf dem sich heutzutage das betreute Wohnen beim Altenheim St. Lioba befindet, feierte die bürgerwehr. Strohmaier freute sich nicht nur, dass die traditionell treuen Gäste so zahlreich kamen, sondern auch viele Vereinsvertreter und die Stammtische, die sich mittlerweile im Bürgerwehrstüble etabliert haben. Für die musikalische Unterhaltung sorgten am Samstagabend die Schwarzwaldschlawiner und am Sonntag die Stadtmusikanten.

