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Zapfenstreich will geübt sein

Von Schwarzwälder Bote (Sabine Streck) |

Konzentration galt auch für die jungen Fackelträger, die beim großen Zapfenstreich nicht fehlen dürfen. Fotos: Streck

VS-Villingen. "Helm ab zum Gebet" schallte es auf dem Münsterplatz. Mitglieder der historischen Bürgerwehr und der Stadtmusik fühlten sich angesprochen und zogen wahlweise den Sommerhut oder die Basecap. Es war Probe für den großen Zapfenstreich am Samstag. Der Ehrenkommandant der Bürgerwehr und Trachtengruppe, Manfred Riegger, wird dann auf dem Münsterplatz mit dem großen Zapfenstreich verabschiedet.

Das müsse geübt werden, sagte sein Nachfolger Hans-Joachim Böhm. Die Stadtmusik sowie die Bürgerwehr ist zwar nicht unerfahren beim Aufführen dieses militärischen Zeremoniells, aber es seien jedes Mal andere Leute dabei, und schließlich werde ein Zapfenstreich nicht jedes Jahr veranstaltet, sagte der neue Kommandant der Bürgerwehr, höchstens alle vier bis fünf Jahre.

Am Montagabend fand eine so genannte Stellprobe statt, bei der nicht der gesamte Zapfenstreich geübt wurde, sondern nur Teile davon. Die Generalprobe findet am Freitag, ebenfalls ab 19.30 Uhr, statt.

Rund 35 Mitglieder der Bürgerwehr aus den Abteilungen Infanterie und Miliz – die Kavallerie wird erst beim großen Ereignis dabei sein – sowie rund 30 Aktive der Stadtmusik hatten sich auf dem Münsterplatz versammelt. Sowohl aus dem Orchester als aus dem Spielmannszug waren Vertreter gekommen. Viele junge Stadtmusikanten waren als Fackelträger eingeteilt. Bis es losging, Dirigent Markus Färber und Hans-Joachim Böhm die ersten Kommandos gaben, herrschte frohe geschwätzige Stimmung auf dem Münsterplatz. Jede Gruppe hatte in einem anderen Eck Stellung bezogen. Doch als die Befehle über den Platz schallten, herrschte gespannte Stille. Der zu Ehrende kann sich drei Musiktitel wünschen, die im Programmteil der Serenade gespielt werden. Manfred Riegger wählte den Marsch Frei weg, Melodien aus der Operette Der Zigeunerbaron und den Marsch Doppeladler. Markus Färber gab immer wieder Anweisungen an die jungen Fackelträger, links kehrt, rechts kehrt, gerade aus, denn alles muss perfekt klappen.

Die Probe blieb den aufmerksamen Passanten nicht verborgen. So gab es auch hin und wieder Zwischenapplaus. Touristen aus dem asiatischen Raum fotografierten und hörten gebannt zu. Nach gut einer Stunde war die Probe vorbei, die Teilnehmer zogen im Gleichschritt unter musikalischer Begleitung ab.

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